KlimaSchutzPreisträger 2013

Hier finden Sie die Preisträger von 2013, die am Wettbewerb für die Berliner KlimaSchutzProjekte teilgenommen haben.

 

Alternative Wärmeenergiegewinnung aus der Luft: Gasabsoptionswärmepumpen im Regelbetrieb

Preisträger in der Kategorie A

Projektbezeichnung
Alternative Wärmeenergiegewinnung aus der Luft: Gasabsoptionswärmepumpen im Regelbetrieb
Firma/ Institution
HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH
Kategorie
A
Jahr
2013
Bezirk
Lichtenberg
Alternative Wärmeenergiegewinnung aus der Luft: Gasabsoptionswärmepumpen im Regelbetrieb
Foto HOWOGE
HOWOGE Gasabsorptionswärmepumpen auf dem Dach des Wohnhauses Manetstraße 45 in Berlin-Lichtenberg

Alternative Wärmeenergiegewinnung aus der Luft - ein innovativer Baustein der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH: Gasabsorptionswärmepumpen im Regelbetrieb:

Seit Ende 2009 betreibt die HOWOGE die Technik der Wärmeabsorption aus der Luft mittels Wärmepumpe auf dem Dach in der Hohenschönhausener Manetstr. 45 im Probebetrieb. Seit März 2012 sorgen nun die zwei Gasabsorptionswärmepumpen im Regelbetrieb für die Energie, die nötig ist, um die Warmwasserversorgung und die Beheizung in der Übergangszeit von 120 Wohneinheiten zu gewährleisten. Das Prinzip: Umgebungswärme aus der Luft wird auf ein höheres Temperaturniveau "gepumpt". Dieses Prinzip funktioniert bis ca. 3°C. Bei Außentemperaturen unterhalb dieser Grenze sowie zur Spitzenlastabdeckung übernimmt ein moderner Brennwertkessel die Versorgung der Wohnungen.

Das Besondere: Die Wärmepumpen werden nicht elektrisch betrieben, sondern mit Gas. In Verbindung mit dem Brennwertkessel und moderner Gebäudeleittechnik erreicht die Gesamtanlage einen Jahresnutzungsgrad von über 100 %, während der Jahresnutzungsgrad herkömmlicher gasbetriebener Brennwert-Kesselanlagen etwa bei 95 % liegt.

Der Umweltvorteil: Der CO2-Ausstoß wird um ca. 49 t pro Jahr reduziert; der Verbrauch an Gas wird um etwa 275.000 kWh bzw. 24.700 m³ pro Jahr verringert. Die Einsparung an Primärenergie beträgt ca. 20 %. Mit dieser Menge an eingesparter Energie könnten 55 Wohnungen mit einer Größe von 60 m² ein Jahr lang beheizt werden. Die Menge an eingesparter CO2-Emission entspricht einer Emissionsmenge CO2 von ca. 25 Mittelklassewagen bei einer Fahrleistung von 12.000 km/Jahr. Für die temporäre CO2-Fixierung müssten etwa 4.500 Fichten gepflanzt werden.

Bereits in den 90er-Jahren begann die HOWOGE systematisch mit der energetischen Sanierung und investierte insgesamt 1,4 Mrd. Euro. Der von der HOWOGE bewirtschaftete Gesamtwohnungsbestand (53.000 Wohnungen) ist bereits zu 95% vollständig energetisch saniert, im Kernbestand in Berlin-Lichtenberg zu 98 %. Der von der HOWOGE bewirtschaftete Bestand ist bereits nahezu vollständig energetisch saniert. Weitere Projekte sind angestossen: Sanierungsprojekt Berlin-Buch mit einer CO2-Reduzierung um 1.150 t/a, Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin mit dem Ziel für den Gesamtbestand, dass bis zum Jahr 2020 pro Wohneinheit jährlich nur noch 1,12 t CO 2 in die Atmosphäre gelangen.

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