Stadtquartier 4.0

Projektbezeichnung
Stadtquartier 4.0
Firma/ Institution
LNC LogisticNetwork Consultants GmbH
Ansprechpartner
Daniel Rybarczyk
Kategorie
B
Jahr
2019
Bezirk
Friedrichshain-Kreuzberg
Stadtquartier 4.0
LNC GmbH
Projektlogo - Stadtquartier 4.0

Wie kann eine zukunftsfähige, stadtverträgliche und möglichst nachhaltige Logistik in Stadtquartieren der Zukunft aussehen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt Stadtquartier 4.0 und strebt als Lösungsansatz die Entwicklung eines nachhaltigen und integrierten Logistiksystems an. Während der dreijährigen Laufzeit des Projekts soll ermittelt werden, unter welchen Bedingungen die lokale Wirtschaftsleistung eines Quartiers gesteigert werden kann, ohne die Verkehrsbelastung und damit Schadstoffemissionen wie CO2, Stickoxide und Lärm zu erhöhen. Darüber hinaus ist eines der Hauptziele in Bezug auf die Logistik: Transporte zu vermeiden, sie zu verlagern und stadtverträglich abzuwickeln. Im Zuge des Forschungsprojekts wird untersucht, welche Ansätze es in der Stadt von Morgen geben kann, um Bedürfnisse der Anlieger direkt im Stadtquartier zu erfüllen, ohne zusätzliche Verkehre zu generieren.

Das Forschungsprojekt soll Auswege und Lösungsmöglichkeiten für Städte aufzeigen und erproben. Dafür nutzen die Projektpartner ihre Expertise in den Bereichen, Logistik und Mobilität sowie der lokalen Produktion. Das Ziel ist eine nachhaltige Entlastung von Stadtquartieren etwa durch Ansätze wie der urbanen Produktion, dem Einsatz von Lastenrädern für Logistikprozesse, einem quartiersbezogenen Logistikmanagement sowie einem Sharing-System. Auf diese Weise soll eine vernetzte, zukunftsfähige und nachhaltige Logistik konzipiert, realisiert und in der Praxis erprobt werden.

Das Berliner Holzmarkt Areal im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bildet dabei die Testumgebung für insgesamt vier Projektbausteine, die entwickelt und in die bestehenden Prozesse des Holzmarkt Areals integriert werden sollen.

Das im Zuge des Projekts entwickelte System mit der Bezeichnung Bentobox bildet dabei den zentralen Baustein und soll den Lieferverkehr für den Holzmarkt bündeln und auf nachhaltige Transportsysteme verlagern. Parallel zur Entwicklung der Bentobox wird ein ganzheitliches Logistikmanagement konzipiert, welches die verschiedenen Bausteine des Projekts mit einander vernetzt und die Effizienz steigern soll. Zu den Projektbausteinen gehören auch ein Sharing-System mit einer elektrisch angetriebenen Fahrzeugflotte sowie verschiedene Ansätze der urbanen Produktion.

Flankiert wird das Projekt durch Erhebungen und Befragungen des Forschungspartners Leibniz Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung Erkner (IRS). Die Begleitforschung analysiert die Implementation der verschiedenen Projektbausteine mit den beteiligten Akteuren und damit die sozialen Prozesse nachhaltiger urbaner Transformationen. Die WissenschaftlerInnen des IRS untersuchen dabei die Rolle von Schlüsselakteuren und Nutzern im Hinblick auf ihre strategischen Praktiken, ihre Akzeptanz sowie auf Aspekte der Partizipation.

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