Klimaschutzprojekte 2015

Hier finden Sie alle Berliner KlimaSchutzProjekte, die am Wettbewerb für 2015 teilgenommen haben.

 

Energieeffizientes und nachhaltiges Campus-Management an der Freien Universität Berlin

Preisträger in der Kategorie C

Projektbezeichnung
Energieeffizientes und nachhaltiges Campus-Management an der Freien Universität Berlin
Firma/ Institution
Freie Universität Berlin
Kategorie
C
Jahr
2015
Bezirk
Steglitz-Zehlendorf
Energieeffizientes und nachhaltiges Campus-Management an der Freien Universität Berlin
Freie Universität Berlin
CO2-BIlanz der Freien Universität Berlin

Als internationale Netzwerkuniversität mit fast 33.000 Studierenden, 171 Studiengängen, über 4.200 Beschäftigten sowie 200 Gebäuden und einem Etat von über 400 Mio. Euro ist für die Freie Universität Berlin die gesamte Bandbreite der Nachhaltigkeitsaspekte relevant. Sie widmet sich diesem Thema nicht nur mit vielfältigen Aktivitäten in Forschung, Lehre und wissenschaftlicher Beratung, sondern auch mit systematischen Nachhaltigkeitsaktivitäten im eigenen infrastrukturellen Verantwortungsbereich.

Die Freie Universität Berlin hat diesen Stellenwert bereits im Jahr 2001 durch die Gründung einer Stabsstelle im Bau- und Facilitymanagement der Universität verdeutlicht und sich im Jahr 2004 in ihren Umweltleitlinien verpflichtet, dem Klima- und Umweltschutz in ihren internen Abläufen eine wichtige Bedeutung beizumessen.

Zwischen den Jahren 2000/01 und 2014 konnte die Freie Universität Berlin ihren Primärenergieeinsatz trotz Flächenzuwachs um über 30% senken. Ohne den Flächenzuwachs wäre der Primärenergieverbrauch in dem genannten Zeitraum sogar um 33% zurückgegangen. Die CO2-Emissionen wurden um 27% bzw. 30% (flächenbereinigt) reduziert. Bezogen auf den Endenergiebezug liegt der Rückgang bei 24 bzw. 26 Prozent (flächenbereinigt). Dies bedeutet inkl. des Flächenzuwachses eine jährliche Haushaltentlastung von 3,8 Mio. Euro. Der Wasserverbrauch der Universität wurde zwischen den Jahren 2004 und 2012 um insgesamt ein Drittel reduziert.

Diese Einsparungen konnten durch einen vielfältigen und ganzheitlich orientierten Instrumentenmix erreicht werden, der sowohl organisatorische, als auch technische und verhaltensbezogene Maßnahmen umfasst. Zu den wichtigsten Bausteinen des betrieblichen Energiemanagements zählen, neben der grundlegenden Einführung eines kontinuierlichen Energiemonitorings und –controllings seit 2001, die zwischen den Jahren 2003 und 2011 durchgeführten technisch-baulichen Energieeffizienzprogramme sowie das im Jahr 2007 eingeführte Prämiensystem zur Energieeinsparung. Dieses lässt die Fachbereiche finanziell an verhaltensbezogenen und organisatorischen Optimierungen partizipieren, versieht aber auch Fehlentwicklungen mit entsprechenden Zuzahlungen und setzt damit direkte Anreize zum Energiesparen.

Das im Jahr 2009 ins Leben gerufene Green IT-Handlungsprogramm, der Einsatz von mittlerweile drei Blockheizkraftwerken sowie die seit 2012 realisierte zweiwöchige Schließung der Universität in den akademischen Ferien zum Jahreswechsel sind weitere Ansatzpunkte des nachhaltigen Campus-Managements an der Freien Universität.

Seit dem Jahr 2014 baut die Freie Universität Berlin ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement auf, das den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz nach wie vor eine hohe Bedeutung einräumen wird. Wesentliches Ziel ist eine verbesserte Integration nachhaltigkeitsbezogener Aufgaben und Aktivitäten in Forschung, Lehre und Campus-Management und eine stärkere internationale Vernetzung. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 hat das Präsidium der Freien Universität Berlin daher die neue „Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie“ eingerichtet, die direkt dem Präsidium angegliedert ist.

Die Freie Universität ist mittlerweile Mitglied in drei unterschiedlichen internationalen Nachhaltigkeitsnetzwerken. Im Rahmen des 2015 gestarteten DAAD-Projekts wird sie zusammen mit ihren strategischen Partneruniversitäten in Peking, St. Petersburg, Jerusalem und Vancouver eine University Alliance for Sustainability aufbauen. Ziel der Alliance ist im Sinne eines gesamtinstitutionellen Ansatzes die Bildung enger Kooperationen und eines systematischen Informations- und Erfahrungsaustauschs in Forschung, Lehre und Campus-Management.

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