Klimaschutzprojekte 2017

Hier finden Sie alle Berliner KlimaSchutzProjekte, die am Wettbewerb für 2017 teilgenommen haben.

 

Innovatives Hybridkraftwerk für GE Power Conversion

Projektbezeichnung
Innovatives Hybridkraftwerk für GE Power Conversion
Firma/ Institution
KE Energieeffizienz GmbH
Ansprechpartner
Kristina Buge (Telefon: 030-233 21 12-102)
Kategorie
A
Jahr
2017
Bezirk
Tempelhof-Schöneberg
Innovatives Hybridkraftwerk für GE Power Conversion
Kofler Energies AG
Innovatives Hybridkraftwerk für GE Power Conversion

Kofler Energies hat gemeinsam mit GE und BELECTRIC in Berlin ein hocheffizientes Hybridkraftwerk in Betrieb genommen. Mit dem in seiner Leistung skalierbaren Pionierkonzept beschreiten die Projektpartner Neuland im Bereich innovativer dezentraler Energieversorgung.

Das von Kofler Energies und GE projektierten Hybridkraftwerk kombiniert Photovoltaik mit flexibler Jenbacher KWK-Technologie und einer innovativen Batterielösung. Ein intelligentes Energiemanagement-System und eine umfassende Betriebsführung erlauben die bedarfsoptimale Steuerung.

Die Anlage wird sowohl den Produktionsstandort GE Power Conversion in Marienfelde mit Strom und Wärme versorgen, als auch Energie ins Netz einspeisen. Dahinter steckt ein skalierbares Geschäftsmodell, das auch an größere Einheiten anpassbar ist.

Herzstück des Hybridkraftwerks ist ein J312 Jenbacher Gasmotor mit integriertem Wärmespeicher und einem Wirkungsgrad von 89,2 Prozent. Die 400 kW Anlage deckt in der Heizperiode die Wärmegrundlast des Standorts ab. Der Brennstoff ist energieeffizientes Erdgas. Die Anlage spart, im Vergleich zu der getrennten Erzeugung von Wärme und Strom mit konventioneller Heizung und externem Strombezug, Primärenergie von rund 30 Prozent ein. Auf dem Dach der Produktionshalle wurden 600 kW Photovoltaik mit einer Betriebsspannung von 1.500 V installiert. Sämtliche Messwerte zur Anlagenüberwachung und Kontrolle des komplexen Systems sind aus der Ferne über das zentrale Energiemanagement-System abruf- und steuerbar. In Zeiten hoher Stromerzeugung und geringen Verbrauchs wird der überschüssige Strom in einer Batterie mit 200 kWh Kapazität gespeichert, bei höherem Bedarf wieder entnommen und in das Werksnetz eingespeist. Dadurch wird die Stromerzeugung flexibilisiert. Erst wenn die Batterie vollständig geladen ist, wird der überschüssige Strom dem öffentlichen Stromnetz zugeführt. Kessel, Pumpen und Ventile werden durch Kofler Energies so gesteuert, dass ein bedarfsgerechter und effizienter Betrieb immer gewährleistet ist. Die erfassten Daten machen den Energieverbrauch transparent und helfen dabei, die Versorgung optimal an den Bedarf anzupassen. Durch die separat installierten Zähler kann zudem messtechnisch zwischen EEG- und KWK-Strom unterschieden werden. Komplettiert wird das Projekt durch den Umbau sämtlicher Sekundäranlagen, d.h. die Erneuerung von Pumpen, Lüftungsanlagen und Wärmedämmungen. Kofler Energies hat darüber hinaus auch einen hydraulischen Abgleich vorgenommen und eine moderne energieeffiziente Beleuchtung installiert.

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