Klimaschutzprojekte 2017

Hier finden Sie alle Berliner KlimaSchutzProjekte, die am Wettbewerb für 2017 teilgenommen haben.

 

Vom schlichten Nachkriegsbungalow zu einem hocheffizienten Plus-Energiehaus

Projektbezeichnung
Vom schlichten Nachkriegsbungalow zu einem hocheffizienten Plus-Energiehaus
Firma/ Institution
Architektin, Dipl.-Ing. (FH) für Hochbau
Ansprechpartner
Ines Verworner (Telefon: 0305310173 oder 017358116)
Kategorie
B
Jahr
2017
Bezirk
Tempelhof-Schöneberg
Vom schlichten Nachkriegsbungalow zu einem hocheffizienten Plus-Energiehaus
Ines Verworner, Architektin Dipl.-Ing. (FH) für Hochbau
Ansicht von Osten mit Stellplatz-Zufahrt

Das dargestellte Gebäude enthält die Entkernung des Bestandgebäudes, die Errichtung eines Anbaus und einen Stellplatzes.

Durch die guten Wärmedämmmaßnahmen und die umfangreiche technische Ausstattung mit Erdwärmepumpe, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaik bis zur Smarthome-Ausstattung entsteht aus einem x-beliebigen, schlichten Nachkriegs-Bungalow ein hochwertiges KfW-Effizienzhaus 55 als Plus-Energiehaus mit Beispielcharakter. Diese vorgestellte Lösung kann eine gute Motivation für Eigenheimer mit ähnlichen Immobilien werden.

Das vorhandene Gebäude ist ein Einfamilienhaus welches ca. 1960 in eingeschossiger, massiver Bauweise mit Teilunterkellerung und flachgeneigtem Satteldach im Bungalowstil erbaut wurde.

Das Grundstück hat eine Hanglage mit bis zu 1,00 m Höhendifferenz. Das Gebäude wurde auf dem höher gelegenen, straßenseitigen Teil des Grundstücks errichtet. An der östlichen Gebäudeseite ist ein ca. 1,00 m breiter gepflasterter Weg und in südlicher Richtung eine ca. 2,20 m breite gepflasterte Terrasse angelegt, daneben hat das Gelände jeweils ein starkes Gefälle zum tieferliegenden Garten. Dieses Gefälle wurde in die bisherige Gartengestaltung einbezogen.

Das Bauvorhaben beinhaltet zunächst den Rückbau des vorhandenen Dachgeschosses sowie die Erweiterung des Innenraumes durch Entfernen von leichten Gipstrennwänden. Die in den 1990er Jahren modernisierten Fenster werden ebenfalls entfernt. An der Ostseite des Gebäudes wird in einer Fläche von ca. 9,50 m x 4,80 m die Höhenstufe des Geländes abgetragen und zusätzlich von der Straße aus eine ca. 2,60 m bis 3,30 m breite Grundstückszuwegung geschaffen. Nach der Abgrabung wird an der Ostseite des Bestandsgebäudes ein ebenfalls teilunterkellerter massiver Anbau errichtet. Im Erdgeschoss wird dieser Anbau in die Wohnräume einbezogen, im Kellergeschoss wird ein zusätzlicher Kellerraum eingerichtet und mit dem Hauptkeller verbunden. Durch die Abgrabung und die neuentstehende Hanglage ist dieser Kellerraum teilweise ebenerdig zugänglich, so dass ein Gartenausgang möglich ist. Aufgrund der starken Höhendifferenz hat das Grundstück bisher keinen Stellplatz für den Pkw, da diese im Vorgartenbereich nicht zulässig sind. Durch die Abgrabung und Schaffung einer Zuwegung zum hinteren, unteren Bereich (mit teilweiser Begleitheizung) wird das Grundstück zukünftig einen Stellplatz erhalten. Dieser wird unter dem nichtunterkellerten Anbaubereich in teilgeschützter Lage eingerichtet. An der südlichen Seite dieses Stellplatzes wird eine verkürzte Wandscheibe zur Lastabtragung des Erdgeschosses und Abgrenzung des Stellplatzes zum Garten errichtet.

Das Bestandsgebäude erhält zusammen mit den Anbau ein ca. 25° geneigtes und nicht ausgebautes Satteldach einschließlich der notwendigen Abschleppung zum nördlich gelegenen Windfangbereich. Am gesamten Gebäude werden im Erdgeschossbereich umfangreiche Wärmedämmmaßnahmen mit teilweiser Beseitigung von Wärmebrücken sowie der Einbau neuer Fenster durchgeführt. Die vorhandene Öl-Heizungsanlage und die Platten-Heizkörper werden demontiert. Die zukünftig nur noch geringe Beheizung des Gebäudes erfolgt durch eine Erdwärmeheizung (Sole-Wasser Wärmepumpe) als Zentralheizung mit Pufferspeicher im Kellergeschoss. Zusätzlich wird das Gebäude durch die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung temperiert, wobei die Außen-Zuluft über die Erdwärmeheizungsanlage vorbeheizt wird. Die Verlegung der Lüftungsrohre und Lüftungsgitter erfolgt im bzw. über dem Deckenaufbau zum Spitzboden. Die Räume im Erdgeschoss werden über eine Warmwasser-Flächenheizung (Fußbodenheizung) mit elektronischer Regeleinrichtung mit Optimierung beheizt. Die erforderliche Stromversorgung der Erdwärmepumpe soll überwiegend aus der auf dem Dach angebrachten 30 m² großen Photovoltaikanlage gespeist werden.

Das Gebäude hat überwiegend Passivhausstandard, dadurch die Energieeffizienzklasse A+ und eine sehr niedrige CO2-Emmission.

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