Klimaschutzpreisträger bis 2010

Hier finden Sie alle Berliner KlimaSchutzPreisträger seit 2002.

 

Verbesserung der Energieeffizienz an der FU Berlin

Preisträger in der Kategorie C

Projektbezeichnung
Verbesserung der Energieeffizienz an der FU Berlin
Firma/ Institution
FU Berlin
Kategorie
C
Jahr
2003
Bezirk
Steglitz-Zehlendorf

Vor dem Hintergrund sehr hoher Energiekosten, die sich für die 220 Liegenschaften (ohne Fachbereich Humanmedizin) der FU im Jahr 2001 auf 8,5 Mio. Euro beliefen und der finanziellen Drucksituation auf die Berliner Hochschulen, wurde entschieden, die Energieeffizienz zu verbessern.
Dazu wurde ein auf Leitungsebene angesiedelte AG Energiemanagement gegründet, die Stelle eines Energie- und Umweltbeauftragten als Stabsstelle beim Leiter der Technischen Abteilung besetzt und ein betriebliches Energieinformationssystem aufgestellt sowie erste organisatorische Schritte zur Etablierung eines betrieblichen Energiemanagements eingeleitet. Auf einer Grundlagenanalyse von 16 Institutsgebäuden wurde ein erstes Energieeffizienzprogramm entwickelt. Dieses sollte nicht nur die 30% analysierten Energiekosteneinsparungen umsetzen, sondern auch die energiebedingten Umweltbelastungen deutlich vermindern. Dabei wurden auch Fördermittel aus dem bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angesiedelten und aus EU-Mitteln kofinanzierten Umweltentlastungsprogramm eingesetzt.

Das Effizienzprogramm umfasste ein breites Spektrum baulicher und technischer Maßnahmen wie u.a.

  • Modernisierung der Heizungssysteme
  • verbesserte Wärmedämmung von Dächern, Außenwänden und obersten Geschossdecken
  • Sanierung von Fenstern
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlagen
  • bedarfsgerechte Steuerung der Lüftungsanlagen
  • Umstellung auf Erdgasbetriebene Heizungsanlagen
  • Einsatz energieeffizienter Beleuchtung
  • Einzelraumtemperaturregelung

Pilotcharakter hatten die Installation einer solarthermischen Anlage in jeweils einem Institutsgebäude sowie der Einsatz eines Klimacomputers und eines Energieschirms in einem Versuchsgewächshaus. Mit der Umsetzung des Effizienzprogramms wurde eine CO2-Minderung um 2.230 t errechnet, was bezogen auf den betroffenen Gebäudepool einer Reduzierung von 32 Prozent entsprach. Um die Kontinuität des Verbesserungsprozesses zu sichern, sollen die aus dem Handlungsprogramm erwarteten jährlichen Kostensenkungen im Rahmen eines Intractings in den Folgejahren für weitere Effizienzmaßnahmen verwendet werden.

zurück

Detailsuche für die Klimaschutzprojekte