Klimaschutzprojekte 2013

Hier finden Sie alle Berliner KlimaSchutzProjekte, die am Wettbewerb für 2013 teilgenommen haben.

 

Nachhaltiger Büroneubau mit CO2 Kompensation

Preisträger in der Kategorie C

Projektbezeichnung
Nachhaltiger Büroneubau mit CO2 Kompensation
Firma/ Institution
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Kategorie
C
Jahr
2013
Bezirk
Mitte
Nachhaltiger Büroneubau mit CO2 Kompensation
Diakonie, Fotograf: Hermann Bredehorst
Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. kurz vor dem Bezug Ende September 2012

Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. führt die Kompetenzen des Diakonischen Werks der EKD, mit seiner Aktion „Brot für die Welt“ und der Diakonie Katastrophenhilfe, mit denen des Evangelischen Entwicklungsdienstes zusammen.

Am 1. Oktober 2012 wurde der neue, gemeinsame Standort in Berlin pünktlich bezogen. Das von der Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit Gold zertifizierte Gebäude umfasst auf insgesamt sieben Stockwerken über 18.800 m² MF-G. 750 Arbeitsplätze stehen den Mitarbeitenden zur Verfügung. Beim Bau des neuen Bürogebäudes wurde auf ein ökologisches Gesamtkonzept geachtet. Die Baustoffe sind umweltverträglich und stammen aus regionaler und nachhaltiger Produktion. Das Haus verfügt über Betonkernaktivierung - thermisch aktive Decken, die im Sommer zum Kühlen und im Winter zum Heizen genutzt werden. Die Temperaturen liegen konstant bei ca. 20° C und das mechanische Belüftungssystem mit einer Wärmerückgewinnung sorgt für permanente Frischluftzufuhr. Durch das Atrium, große Fensterflächen und Glaselemente in den Bürowänden wird im gesamten Gebäude viel Tageslicht genutzt. Dies wird durch eine - und präsenzgesteuerte Automatikbeleuchtung ergänzt. Die Außenfenster werden ebenfalls tageslicht- und temperaturabhängig verdunkelt, um Wärme- und Kälteeinstrahlung zu reduzieren.

Auf dem Dach steht eine effiziente Photovoltaikanlage mit einer Modulfläche von 650 m² und einer maximalen Leistung von 64 kWp. Der Strom deckt im Idealfall einen Großteil des elektrischen Grundbedarfs des Gebäudes. Durch den Umzug in das neue Gebäude wird sich unser Strom- und Wärmeverbrauch im Vergleich zu den alten Standorten um über 50 % reduzieren. Konkret wird er Primärenergiebedarf pro Quadratmeter und Jahr 70kWh nicht überschreiten.

Über das extensiv begrünte und im Sommer mit einem Bienenvolk bestückte Dach wird Regenwasser aufgefangen und für die Bewässerung und Reinigungsarbeiten im Außenbereich eingesetzt.

In der Tiefgarage befinden sich, planerisch beabsichtigt, nur 29 Tiefgaragenstellplätze, aber insgesamt 160 Stellplätze für Fahrräder. Eine gute Anbindung an den ÖPNV ist mit den Haltestellen am Nordbahnhof und am Naturkundemuseum gewährleistet.

Das EWDE gleicht seine im Betrieb entstehenden CO2 Emissionen über Gold Standard Klimaschutzprojekte aus. Die Vermeidung von Emissionen bleibt aber ein Hauptziel unserer Arbeit im Umweltmanagement. Beispielsweise sind Flüge bei einer Reiseentfernung von unter 700 km nicht gestattet. In unserer ökofairen Beschaffungsordnung werden Produkte mit einem möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck bevorzugt, die zudem soziale Standards bei der Produktion gewährleisten. Das Konzept wird von einer Kantine abgerundet, deren Wareneinsatz zu 60% aus ökologischem oder regionalem Anbau stammt.

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